Zypern: Politik

Zypern ist eine präsidiale Demokratie. Das politische Leben im Land regelt die Verfassung, die am 16. August 1960 in Kraft trat.
 
Staatsoberhaupt ist der Präsident, der für 5 Jahre direkt gewählt wird. Gleichzeitig ist er auch Regierungschef. Der Präsident repräsentiert Zypern im Ausland, ernennt und entlässt die Minister. Nach der Verfassung sind seine Machtbefugnisse durch das Veto-Recht des Vize-Präsidenten begrenzt. Dieser Posten muss von einem Zypern-Türken besetzt werden, jedoch seit 1964 bleibt er vakant, da die türkische Gemeinde nicht mehr am institutionellen Leben teilnimmt.
 
Die Gesetzgebung liegt bei dem Einkammer-Parlament, das sich aus 80 Mitgliedern (56 griechisch-sprachige und 24 türkisch-sprachige Zyprioten, wobei sich die Türken-Zyprioten nicht beteiligen) zusammensetzt und auf die Dauer von 5 Jahren im Verhältniswahlrecht gewählt wird. In Zypern besteht eine Wahlpflicht. Das Parlament kontrolliert die Regierungsarbeit, bestätigt den Staatshaushalt und entscheidet über gesetzliche Belange.
 
Die Exekutive wird durch die Regierung ausgeübt. An ihrer Spitze steht der Präsident, der ihre Arbeit koordiniert. Zu den Aufgaben der Regierung gehören die Kontrolle der Gesetzesausübung, das Einhalten des Staatsbudgets, die Leitung der Verwaltung und die Durchführung der Innen- und Außenpolitik.
 
Administrativ gesehen ist die Republik Zypern in 6 Distrikte aufgeteilt:

  • Famagusta
  • Kyrenia
  • Larnaka
  • Limassol
  • Nikosia
  • Paphos 

Die beiden Distrikte Famagusta und Kyrenia befinden sich auf dem Gebiet der türkischen Gemeinde und unterstehen faktisch nicht der Territorialgewalt der Republik Zypern.

Zu den wichtigsten Parteien Zyperns, die im Parlament vertreten sind, zählen:

  • Fortschrittspartei des werktätigen Volkes (AKEL)
  • Demokratische Partei (DIKO)
  • Demokratische Sammlung (DISY)
  • Bewegung der Sozialdemokraten (EDEK)

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